Der Blick über den Tellerrand
Obwohl ich mich immer wieder darüber ärgere komme ich doch nicht so richtig davon los: Die Entwicklung von Internetanwendungen. Vielleicht fehlt mir einfach eine Alternative Anwendungen zu schreiben, die auf möglichst vielen Plattformen laufen. Wo geht das einfacher als im Internet.
Hier findet man im Gegensatz zum Rest der IT-Branche Standards, die noch einigermaßen eingehalten werden und einigermaßen Sinn ergeben: HTML, XML, CSS und auch JavaScript (bzw. EcmaScript) sind mittlerweile verhältnismäßig weit verbreitet und unterstützt.
Verhältnismäßig ist dabei das richtige Wort: Man muss testen, testen, testen. Am Ende steht dann jedoch oft ein mehr oder weniger gutes Ergebnis. Oder man deaktiviert einfach das CSS im Internet Explorer, so wie ich es tat. Einer der Gründe für meine Ignoranz bezüglich des Internet Explorers ist das nicht gegebene Vorhandensein eines Computers, auf dem der Internet Explorer läuft. Und selbst wer einen Computer mit Windows sein eigen nennt, kann nur eine Version testen.
Ich entdeckte heute jedoch über einen Beitrag auf der Ruby On Rails Mailingliste zwei Werkzeuge, die einem die Installation von Virtual PC unter Umständen erübrigen (mal ganz abgesehen von dem für sich schon (be)merkenswertem fundable.org):
Bei browsercam.com handelt es sich um eines dieser Dinge, die ich als ,,einfach aber genial” bezeichnen würde: VNC-Verbindungen auf dedizierte Rechner, also ein ferngesteuertes Windows bzw. Mac Os X auf einem Rechner in einer Serverfarm. Weil die Preise recht happig sind, sammeln findige Entwickler über fundable.org genug Interessenten um den Preis auf rund 20 USD zu drücken.
Das Projekt browsershots.org stellt eine ähnliche Funktion bereit: Man gibt eine URL in einem Formular ein und erhält dann eine Liste mit Screenshots der sich dahinter verbergenden Seite aus verschiedenen Browser heraus (nachdem man in einer noch kurzen Warteschleife gewartet hat). In etwa sieht das Ergebnis für diese Seite so aus. Damit kann man zwar keine dynamischen Inhalte testen, aber zum Suche von Darstellungsfehlern ist das schon praktisch - und kostenlos.